Functional Movement Training

Bewegungsqualität, Stabilität & Prävention

Functional Movement – Was ist das?

Functional Movement Training (FMT) ist ein strukturiertes Präventionsprogramm, das die Grundlage für gesunde Bewegung legt. Im Gegensatz zu rein leistungsorientiertem Training geht es hier primär um Bewegungsqualität: Erkennen fehlerhafter Muster, korrigierende Übungen, Verbesserung der Gelenkmobilität, segmentalen Stabilität und der neuromuskulären Steuerung. Ziel ist langfristige Beschwerdevorbeugung, bessere Belastungsverteilung und sichere, effiziente Alltagsbewegungen.

Zielgruppe

Dieser Kurs ist ideal für alle, die präventiv etwas für ihren Bewegungsapparat tun möchten:

  • Erwachsene (ab 18), die präventiv etwas für ihren Bewegungsapparat tun möchten
  • Personen mit wiederkehrenden muskulären Beschwerden (z. B. Nacken/Schulter, Lendenwirbelsäule, Hüfte) ohne akuten Therapienotstand
  • Einsteiger und Wiedereinsteiger, die Bewegung technisch sauber lernen wollen
  • Sportler, die Dysbalancen und Bewegungsdefizite beheben möchten, bevor sie sich akut bemerkbar machen
  • Menschen mit sitzender Tätigkeit, die Haltungs- und Bewegungsqualitäten verbessern möchten

Kursaufbau – So läuft eine Einheit ab

Jede Einheit im Functional Movement Training folgt einem durchdachten Ablauf, der Wissen, Wahrnehmung und Bewegung vereint:

1. Begrüßung, Reflexion & Patientenedukation

Jede Einheit beginnt mit einem kurzen theoretischen Input und einer gemeinsamen Reflexion. Hier werden zentrale Themen aus den Bereichen Bewegungslehre, Haltung, Belastungssteuerung, Schmerzverständnis oder Motivation aufgegriffen. Dabei geht es nicht um 'Frontalunterricht', sondern um praxisnahes Gesundheitswissen, das direkt im Alltag anwendbar ist. Anschließend folgt eine kurze Wiederholung der Inhalte der letzten Einheit. So wird Wissen verankert und in Bewegungserfahrung übersetzt.

2. Ankommen & Kurzscreening

Im Anschluss folgt ein kurzes Körper-Check-in. Die Kursleitung nutzt diese Rückmeldungen, um das Training individuell anzupassen. So wird jede Einheit optimal auf die Tagesform abgestimmt und Verletzungsrisiken werden minimiert. Diese achtsame Selbstwahrnehmung ist ein zentraler Baustein für langfristig gesunde Bewegung.

3. Gezieltes Warm-up

Das Warm-up aktiviert Muskeln, Gelenke und Kreislauf und stimmt den Körper gezielt auf funktionelle Bewegungen ein. Über bewusste Atmung, kontrollierte Mobilisation und erste Balanceübungen wird das Körperbewusstsein geschärft. Das Warm-up schafft die Basis für Technikqualität und Verletzungsprophylaxe.

4. Technik-Fokus

Im Mittelpunkt steht das 'richtige' Bewegen. Sie lernen, grundlegende Bewegungsmuster (z. B. Beugen, Drehen, Stützen, Heben) technisch sauber auszuführen. Über gezielte Anleitung, anschauliche Erklärungen und individuelle Korrektur entwickeln Sie ein besseres Bewegungsgefühl. So entsteht eine solide Grundlage für alle weiteren Trainingsformen - egal ob im Alltag, Beruf oder Sport.

5. Progressive Belastung

Jetzt wird das Training aktiver: Die zuvor erlernten Bewegungen werden mit steigender Intensität geübt. Dabei steht die Qualität vor Quantität - jede Übung bleibt technisch sauber und kontrolliert. Durch angepasste Belastungssteigerung stärken Sie gezielt Rumpf, Hüfte, Schultergürtel und Beine. Die Kursleitung achtet darauf, dass Sie sich fordern, aber nicht überfordern. Das fördert Körperkraft, Beweglichkeit und Selbstvertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.

6. Transfer & Alltagsintegration

Hier wird das Gelernte auf Alltagssituationen übertragen: richtig Heben, ergonomisches Sitzen, sicheres Gehen oder Aufstehen. Diese Phase ist besonders motivierend, weil sie direkt spürbar zeigt, wofür das Training nützlich ist. Kleine Aha-Momente ('So leicht kann ich den Rücken entlasten!') fördern den Transfer und die Selbstwirksamkeit.

7. Cool-down & Hausaufgaben

Zum Abschluss folgt eine ruhige Phase mit Dehnung, bewusster Atmung und Lockerung. Hier wird regeneriert, reflektiert und der eigene Fortschritt bewusst wahrgenommen. Kleine Übungsaufgaben für zu Hause – einfache Bewegungsroutinen oder Wahrnehmungsübungen – helfen, die Effekte im Alltag zu festigen. So bleibt die Motivation hoch und das Training wird Teil der eigenen Gesundheitsroutine.

Gesamtziel

Functional Movement Training ist mehr als Bewegung – es ist Bewegungslernen mit Kopf, Körper und Gefühl. Wissen, Wahrnehmung und Bewegung verschmelzen zu einem nachhaltigen Trainingserlebnis, das Körperkompetenz, Haltung und Wohlbefinden langfristig stärkt.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Mindestalter 18 Jahre
  • Keine akuten oder schwerwiegenden Erkrankungen, die Bewegung aktuell einschränken
  • Motivation zur regelmäßigen Teilnahme und Freude an Bewegung

Kursdauer & Zeitplan

Kursdauer:8-10 Wochen
Häufigkeit:1x wöchentlich
Einheitsdauer:45-60 Minuten

Die genauen Starttermine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Kosten & Finanzierung

Kursgebühr:120€

Dies ist ein nach § 20 SGB V zertifizierter Kurs. Das bedeutet für Sie, dass Ihre Krankenkasse den Kurs vollständig oder zumindest anteilig finanziert.

Erfragen Sie die Zuwendung seitens Ihrer Kasse bitte VOR Kursbeginn.

So gehen Sie vor:

  1. Vor der Teilnahme: Bei der Krankenkasse kurz anrufen oder Online-FAQ prüfen, ob Präventionskurse (§ 20 SGB V) bezuschusst werden.
  2. Nach Kursabschluss: Teilnahmebestätigung vom Kursanbieter ausstellen lassen (inkl. Stunden/Datum).
  3. Bestätigung + evtl. Teilnahme-Nachweis an Kasse schicken oder persönlich vorlegen; Kasse erstattet in der Regel das Geld oder überweist anteilig.

Kommen Sie hier bei Fragen gern auf uns zu.

Häufig gestellte Fragen

Bringt mir der Kurs was, wenn ich schon Rückenschmerzen habe?

Der Kurs ist präventiv und kann bei leichten bis moderaten Beschwerden Linderung bringen. Bei akuten oder starken Schmerzen bitte vorher ärztlichen Rat einholen; gegebenenfalls ist eine individuelle Physiotherapie nötig.

Wie schnell sehe ich Ergebnisse?

Erste Verbesserungen spürst du oft nach 3–5 Einheiten; nachhaltige Änderungen benötigen 6–10 Wochen + regelmäßige Durchführung der Hausaufgaben.

Brauche ich Geräte?

Nein. Matten und Kleingeräte werden gestellt; Hausaufgaben basieren meist auf Körpergewicht und einfachen Hilfsmitteln.

Was ist, wenn ich eine Einheit verpasse?

Wir empfehlen Teilnahme an allen Einheiten. Verpasste Inhalte werden kurz erläutert; es gibt kurze Handouts/Hausaufgaben zur Nacharbeit.

Was bedeutet die ZPP-Zertifizierung?

Schauen Sie für genauere Infos unter dem Abschnitt: Die ZPP und Krankenkassen

Mehr zur ZPP-Zertifizierung

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